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Einen guten Therapeuten oder Coach zu finden ist nicht einfach. Man muss entscheiden, welche Art der Therapie man haben möchte. Dafür gilt es sich ausreichend zu informieren, ohne dass immer deutlich ist, wo man sich überhaupt gut informieren kann.

Ist man diese ersten Schritte gegangen, liegt der eigentliche Weg noch vor einem: Jetzt geht es darum, einen Therapeuten zu finden, der einem sympathisch ist und dem man vertraut. Was einfach klingt, ist in der Praxis für die meisten Menschen äußerst schwierig. Nicht nur, dass viele Therapeuten kaum noch Kapazitäten für Neuaufnahmen haben; selbst wenn ein erster Termin zum gegenseitige Beschnuppern zustande kommt, bleiben danach noch eine Reihe Fragen zu beantworten, die es sorgfältig zu klären gilt:

Wie fühlen Sie sich jetzt? Wie haben Sie sich beim und mit dem Therapeuten gefühlt? Kann man sich vorstellen mit diesem Menschen auf einer persönlichen, vertrauensvollen Ebene zu arbeiten? Fühlten Sie sich verstanden? War der Umgang respektvoll? Ist der Therapeut ausreichend qualifiziert? Wie lange soll die Therapie dauern? Was kostet sie? Wie soll gearbeitet werden? Erklärt der Therapeut sein Tun, oder präsentiert es sich als wissender „Heiler“, dem man blind vertrauen soll?

Solche und ähnliche Fragen, die Transparenz ermöglichen, sind für einen erfolgreichen Therapieverlauf von entscheidender Bedeutung. Für Sie sollte zu jedem Zeitpunkt klar sein, weshalb der Therapeut so arbeitet, wie er arbeitet. Sie haben das unbedingte Recht zu fragen und zu hinterfragen, weil Sie ‚der Kunde‘ sind.

Aus diesem Grunde gibt es bei Psychotherapeuten die so genannten ‚probatorischen Sitzungen‘ (das sind Probesitzungen), die insgesamt fünf Treffen umfassen können. In diesen ersten Begegnungen werden Fragen geklärt und Sie können in Ruhe nachfühlen und überlegen, wie Sie Ihr Gegenüber finden. Erst danach sollte sich für Sie die Frage stellen, ob Sie mit diesem speziellen Therapeuten intensiver zusammenarbeiten wollen und können.

Ein ähnliches Vorgehen ist übrigens auch für Coachings ratsam. Auch hier entscheidet Vertrauen, Transparenz und Professionalität über den Beratungserfolg. Zudem werden auch in Coachinggesprächen häufig Themen bearbeitet, die jenen in einer Psychotherapie ähneln können. Die Grenzen zwischen Coaching und Psychotherapie ist also fließend. Daher sollten Sie sich, bevor Sie sich einem Coach anvertrauen, vorab ganz genau erkundigen, wen Sie vor sich haben und nach welcher Methode gearbeitet werden soll.

Damit Sie sich gut auf solche Eingangssitzungen – ob nun im therapeutischen oder beraterischen Umfeld – vorbereiten können, möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben sich umfassend zu informieren. Hierbei hilft einerseits die sich ständig erweiternde ‚Therapeutensuche‘ in unserem Portal. Dort können Sie Ihre Erwartungen und Ansprüche so mit den Angeboten von Therapeuten, Coaches und Berater abgleichen. Andererseits können Sie sich in unseren Foren und Beiträgen zusätzlich informieren und mit anderen Menschen austauschen.

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